Frühblüher: Reizung der Atemwege tritt oft schon im Januar auf. Viele Patientinnen und Patienten berichten zu Jahresbeginn über Reizungen der Atemwege, noch bevor der offizielle Pollenflug startet.
Frühblüher: Reizung der Atemwege – Warum die ersten Pollen jetzt Beschwerden auslösen
Zu Jahresbeginn reagieren unsere Schleimhäute besonders sensibel:
– kalte, trockene Winterluft
– häufige Infekte in der Umgebung
– weniger natürliche Luftfeuchtigkeit
in Innenräumen
– nach Erkältungen ist die
Schleimhautabwehr geschwächt
Kommen die ersten Pollen dazu, entsteht sehr schnell eine Reizung der oberen und unteren Atemwege, auch bei Menschen, die bisher keine ausgeprägte Allergie hatten.
Typische erste Zeichen:
– häufiges Räuspern
– trockener Husten
– Druck hinter dem Brustbein
– erschwertes Einatmen bei Belastung
– Müdigkeit durch die Immunreaktion
Was du jetzt tun kannst:
Atemwege befeuchten
Regelmäßige Befeuchtung der Nasenschleimhaut und achtsames Atmen durch die Nase reduzieren die Reizung deutlich.
Verlängerte Ausatmung
Eine ruhige, verlängerte Ausatmung entlastet die Bronchien und vermindert die innere Anspannung.
Indoor-Belastung reduzieren
Oft befinden sich die meisten Pollen in der Kleidung und in den Haaren. Ein kurzer Wechsel der Kleidung zu Hause und Lüften zu pollenarmen Zeiten kann helfen.
Atemstärkende Übungen:
Gezielte Atemübungen verbessern die Bronchienregulation und erhöhen die Belastbarkeit deiner Atemwege.
Was jetzt konkret hilft:
Gezielte atemstärkende Übungen können die Bronchienregulation verbessern.
Lippenbremse:
Diese Technik verlängert die Ausatmung, reduziert Atemnot und stabilisiert den Bronchialtonus.
Atemlenkung in die Flanken:
Seitliche Atembewegungen öffnen die Atemräume, verbessern die Ventilation und Engegefühle können sich besser lösen.
Ruhige Bauchatmung (Zwerchfellaktivierung):
Die geführte Atemtechnik beruhigt das Nervensystem und senkt die Atemfrequenz – hilft bei Belastungen der Atemwege.
Sanfte Mobilisation des Brustkorbs:
Gezielte Mobilisationsgriffe, leichtes Abklopfen des Brustkorbs und stimmhafte Atemübungen wie Summen fördern die Beweglichkeit, lösen festsitzenden Schleim und reduzieren Druckgefühl im Brustraum.
Mini-Übung zur Soforthilfe
Die verlängerte Ausatmung
1. Richte dich auf.
2. Atme 3 Sekunden ein.
3. Atme 6 Sekunden aus – möglichst
sanft und gleichmäßig.
4. Wiederhole das 5-mal.
Wirkung:
Die Ausatmung beruhigt das vegetative Nervensystem, entspannt die Bronchien und reduziert die Reizempfindlichkeit sofort.
Fazit:
Frühblüher können die Atemwege bereits zu Jahresbeginn reizen. Mit gezielten Atemtechniken, gut befeuchteten Schleimhäuten und einer Reduktion der Innenraum-Belastung lassen sich Beschwerden frühzeitig abfangen und die Bronchien stabilisieren.
Wichtiger Hinweis:
Bei anhaltender Atemnot, pfeifender Atmung, deutlicher Brustenge oder Verdacht auf ein allergisches Asthma ist eine ärztliche Abklärung notwendig. Eine sichere Diagnosestellung bildet die Grundlage für eine antiallergische Behandlung, spezifische Immuntherapie oder medikamentöse Unterstützung . Eine frühzeitige Behandlung ist sinnvoll um gesundheitliche Folgen zu vermeiden.
Weiterführende Informationen zu Stress und Atemblockaden findest du auch im Beitrag: Wenn der Atem stockt –wie Stress die Atmung blockiert
Mehr zum Thema allergisches Asthma und aktuellen medizinischen Grundlagen findest du hier
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